Notfallrettung vor Ort – professionell in Haupt- und Ehrenamt


Ein Jahr nachdem die Malteser Rettungswache Obertaufkirchen im Januar 2025 mit dem vollen Zeitumfang von täglich 14 Stunden in den Einsatz startete, zieht das Team um Wachleiter Urs Hirlehei nun eine kleine Bilanz.
1131 Mal wurde das Team im vergangenen Jahr von der Rettungsleitstelle Traunstein zu Notfalleinsätzen gerufen. Von der Alarmierung bis zum Ausrücken benötigten die Rettungsdienstmitarbeitenden dabei im Schnitt nur 55 Sekunden. So konnten sie schnellstmöglich am Einsatzort sein und lebensrettende Hilfe leisten. Mehr als 50.000 Kilometer legten die Einsatzkräfte dabei mit dem Rettungswagen in der Region zurück.
Regelmäßige Fortbildung im Simulationszentrum Regenstauf: Rettungssanitäterin Rita Top (re.) und Notfallsanitäter Adam Müller.
Seit Oktober 2025 wird das Team zusätzlich durch das neu eingeführte Telenotarzt-System unterstützt.
„Damit können wir als nichtärztliches Rettungsdienstpersonal unabhängig vom Einsatzort jederzeit in Echtzeit mit dem Telenotarzt kommunizieren und ihn in den laufenden Versorgungsprozess einbinden“, erklärt Hirlehei. Dabei werden in erster Linie technische Mittel zur audiovisuellen Kommunikation, also mit Bild und Ton, genutzt. Daneben ist es auch möglich, Daten aus Medizingeräten (EKG, Blutdruck etc.) sicher an den Arbeitsplatz des Telenotarztes zu übertragen. „Dafür ist unser Rettungswagen speziell ausgerüstet worden und unsere Besatzungen haben eine sogenannte BodyCam bekommen.“ Damit sind die Einsatzkräfte auch außerhalb des Rettungswagens über alle Kommunikationswege mit dem Telenotarzt verbunden.
„Wir freuen uns, mit unserem Dienst die Versorgungssicherheit in der Region zu verbessern und dadurch auch dazu beizutragen, dass sich die Hilfsfristen in den Versorgungsbereichen Haag und Waldkraiburg spürbar verkürzen“, so der Malteser Wachleiter.
Neben dem hauptamtlichen Rettungsdienst hat im vergangenen Jahr auch die ehrenamtliche Unterstützungsgruppe Rettungsdienst (UG Rett) ihren Dienst aufgenommen. Vier Mal wurde das Team alarmiert und besetzte den zusätzlichen Rettungswagen, um den regulären Rettungsdienst zu unterstützen. Christopher Philipp, Leiter der UG Rett und stellvertretender Wachleiter: „Egal ob bei einer Bombenevakuierung, einer Brandabstellung, eine Tragehilfe oder einem Einsatz im Sanitätsdienst: Ich bin stolz auf unsere gezeigte Leistung und dass wir sämtliche Einsätze gut und zeitgerecht besetzen konnten.“ Außerdem nahm das ehrenamtliche Team im November an einer Übung in Haag teil, um die Zusammenarbeit mit der Polizei und anderen Hilfsorganisationen zu trainieren.



