[Amtlicher Beitrag] Ein Jahr lang Freifahrten für den „InnLiner“-Erfinder

Der Rufbus Mühldorf ist als „InnLiner“ in den vergangenen Monaten zur Erfolgsgeschichte und echten Marke geworden. Einen gehörigen Anteil daran hat Thomas Schindler, denn ihm ist der Name eingefallen. Der 49-Jährige schlug ihn vor, als auf den Social Media-Kanälen der Kreisstadt Mühldorf a. Inn über einen unverwechselbaren Namen für den Rufbus abgestimmt wurde. In der Stichwahl am Ende des Voting-Prozesses stimmten zwei Drittel der Teilnehmenden für diesen Vorschlag. Darauf basierend wurde ein gut wiedererkennbares InnLiner-Logo entworfen. Seit November 2025 sind alle Fahrzeuge des Dienstleisters Via im einheitlichen und schicken Design unterwegs. Die verdiente Auszeichnung für seine kreative Namensidee erhielt Thomas Schindler jetzt aus den Händen von Bürgermeister Michael Hetzl: einen für ein Jahr gültigen InnLiner-Gutschein und eine Flasche Sekt. „InnLiner hat sich als Name so schnell durchgesetzt wie unsere Kleinbusse die Menschen in Mühldorf von A nach B bringen“, sagt der Bürgermeister. „Es war goldrichtig, unsere immer wachsende Community auf Facebook und Instagram in die Namenssuche einzubinden und so wieder einmal neue Wege zu gehen. Viele Vorschläge waren super und haben mir sehr gut gefallen. Herr Schindler hat aber alle getoppt und ich freue mich sehr, dass er jetzt ein Jahr lang kostenlos InnLiner fahren darf. Er hat es sich verdient.“ Aus persönlichen Gründen konnte die Preisübergabe nicht früher erfolgen. Der gelernte Informatiker wohnt im Mühldorfer Norden und fährt gerne mit dem Rufbus – so wie viele andere Mühldorfer.

Weil der InnLiner im Lauf der vergangenen Monate immer besser angenommen wurde, ist seit Anfang Februar ein fünftes Fahrzeug im Einsatz, so wie von Bürgermeister Michael Hetzl auf den beiden Bürgerversammlungen Mitte Januar angekündigt. Die Kreisstadt Mühldorf a. Inn greift damit nach neun Monaten seit Start des Regelbetriebs im Mai 2025 auf die vertraglich festgelegte Option zur Erweiterung der InnLiner-Flotte zurück. Das zusätzliche Fahrzeug ist selbstverständlich in InnLiner-Optik gestaltet, dank Trittstufe barrierefrei und mit elektrischem Antrieb unterwegs – so wie alle Rufbusse in Mühldorf. Im Januar zählte Dienstleister Via 4687 Fahrten – trotz winterwetterbedingter Ausfälle nur eine Handvoll weniger als im Rekordmonat Oktober mit 4693 Fahrten. Losgegangen war es im Mai mit 3168 Fahrten. Als langfristiger Trend lässt sich aber klar herauslesen, dass die Zahl der Fahrten bis Oktober tendenziell stieg. Seither schwankte der Monatswert um 4500 Fahrten, weil die Kapazitätsgrenze der Flotte erreicht war.

„Wenn wir auf Basis valider Daten über mehrere Monate den Bedarf nach einem fünften Fahrzeug erkennen, ist es richtig, dieses auch einzusetzen“, so Bürgermeister Michael Hetzl. „Unser oberstes Ziel ist es immer, möglichst viele Mühldorfer mit dem InnLiner mitzunehmen. Die Ausfallwahrscheinlichkeit wollen wir so gering wie möglich, die Service-Qualität so hoch wie möglich halten. Die Fortschritte gegenüber dem alten Stadtbus erzielen wir ja auf vielen Ebenen: Wir haben die Pflichtleistung des Landratsamtes eines überörtlichen ÖPNV entkoppelt von unserem freiwilligen Angebot an die Bürger in Form des InnLiner. Diesen lassen wir uns exakt das kosten, was gemäß der vorgeschriebenen europaweiten Ausschreibung der marktübliche Preis dafür ist. Die dafür eingekaufte Leistung dokumentiert uns unser Auftragnehmer Via haarklein in überprüfbaren und tagesaktuellen Zahlen, auf deren Basis wir an einer beständigen Weiterentwicklung des Angebots arbeiten. Im Gegensatz zu alten Stadtbus-Zeiten mit nur wenigen Linien und Haltestellen ist per se überhaupt niemand mehr abgehängt im Mühldorfer Stadtgebiet. Weder Seniorinnen und Senioren, von den viele den InnLiner gerne und problemlos nutzen, noch Stadtteile wie der Mühldorfer Norden. Dafür ist Herr Schindler nur ein Beispiel von sehr vielen.“

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